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Im Gespräch bleiben

  • Jasmine Zeindler
  • 4. Nov. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Ansätze wie LLMO oder GEO beziehen ein, wie KI-Systeme Inhalte interpretieren, bewerten und schliesslich zitieren.
Ansätze wie LLMO oder GEO beziehen ein, wie KI-Systeme Inhalte interpretieren, bewerten und schliesslich zitieren.

Ja, nein, jein, unbedingt, auf keinen Fall, kommt drauf an, mal sehen. Das sind nur einige der Antworten, die Sie von Expert:innen erhalten, wenn Sie eine der meistgestellten Fragen zu Ihrem Kommunikationsmix stellen: Brauchen wir einen Newsletter? Elektronische Newsletter (E-Mail-Newsletter oder E-Newsletter) erleben schon seit Jahren ein munteres Auf und Ab auf der Beliebtheitsskala. Das ist nachvollziehbar, denn sie haben ebenso viele Vorteile wie Nachteile. Je nach Unternehmen und Kommunikationsbedarf überwiegen Erstere oder Letztere – oder halten sich die Waage.


Harte und weiche Fakten

Gemäss der «E-Mail-Marktstudie Schweiz 2024» von United Internet Media nimmt die Bedeutung von E-Mail als Kommunikationsmittel zu, gerade bei jungen Menschen. Bei 41 % der Leserschaft sind Newsletter die Grundlage für einen direkten Kauf. Entscheidend sind vor allem exklusive Angebote und Rabatte (59,1 %), zeitlich begrenzte Angebote (32,3 %) und vereinfachte Bestellvorgänge (21,2 %). Der Studie zufolge sind Newsletter-Empfehlungen bei Frauen erfolgreicher. Sie kaufen mit 43,6 % häufiger Produkte direkt aus einem Newsletter heraus als Männer (38,4 %). So weit, so gut. Aber Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie sich schon von einem Newsletter abgemeldet, weil er zu oft kam, Sie nicht wie erwartet überzeugte oder irgendwann einfach nur noch nervte?


Im 1:1-Gespräch bleiben

Der E-Newsletter als digitales Kommunikationsinstrument zählt zum Dialogmarketing. Er wird in periodischen Abständen an eine definierte Empfängerliste per E-Mail versendet. Er dient der gezielten Informationsvermittlung und Kundenbindung, da er Abonnentinnen und Abonnenten über unternehmensbezogene Neuigkeiten, Produkte, Dienstleistungen oder themenspezifische Inhalte informiert. Das ist nur eine von zahllosen Definitionen. Sie hilft zu verstehen, warum der Newsletter im Zeitalter der Kundenzentrierung zu den wichtigsten Kommunikationsmitteln gehört.


Gut für Marke und Marketing

In vielen Unternehmen ist der E-Newsletter nicht mehr aus dem Medienmix wegzudenken. Damit nutzen die Verantwortlichen spannende Vorteile zugunsten ihrer Marke:


Höchstpersönlich

Mit einem E-Newsletter erreichen die Unternehmen ihre Kundschaft, Interessengruppen oder Geschäftspartner ohne Streuverluste direkt in deren Posteingang. Durch einen richtig dosierten, regelmässigen Versand können sie so langfristige Beziehungen aufbauen und pflegen.


Kosteneffizient

E-Newsletter sind deutlich günstiger als Print-Mailings oder klassische Werbung; sowohl die Druck- als auch die Portokosten entfallen. Zudem bieten viele Newsletter-Tools kostenlose oder günstige Versandlösungen für kleinere Empfängerlisten.


Auswertbar

Öffnungsraten, Klicks, Abmeldungen oder Conversion Rates von E-Newslettern lassen sich auf die Person genau analysieren und optimieren. Das erlaubt es, von der Zielgruppe zu lernen und den E-Newsletter mit jeder neuen Ausgabe gezielt zu verbessern.


Individualisierbar

Mit modernen E-Mail-Marketingtools kann man Inhalte automatisch an den Interessen oder am Verhalten der Zielgruppe (im Online-Shop oder auf der firmeneigenen Website) ausrichten. So lassen sich in einem E-Newsletter personalisierte Produktempfehlungen und individuelle Tipps integrieren.


Topaktuell

Wer mit einem E-Mail-Marketingtool arbeitet, kann Templates definieren und Informationen zu Angeboten, Events oder Neuheiten quasi in Echtzeit verbreiten. Den E-Newsletter muss man dazu nicht jedes Mal neu erfinden.


Markenbildend

Reiht sich die Umsetzung des E-Newsletters in eine kohärente Kommunikations- und Content-Strategie ein, so trägt er wesentlich zur Förderung der Marke und deren Kernwerte bei. Hier ist entscheidend, dass klare Branding-Vorgaben für Design und Text vorliegen.


Das Wenn zum Aber

Wer über den Aufbau eines E-Newsletters nachdenkt, sollte unbedingt einige rechtliche, technische und inhaltliche Aspekte im Auge behalten.


Rechtlich wasserfest

Das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG), die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verlangen, dass ein Newsletter-Versand nur mit ausdrücklicher Einwilligung des Adressaten erfolgen darf (Double-Opt-in-Verfahren). Der Ausstieg aus einer Empfängerliste muss jederzeit möglich sein. Deshalb muss jeder Newsletter einen klaren Abmeldelink enthalten. Im Weiteren muss der Absender eindeutig erkennbar sein (Impressumspflicht) und die Speicherung der Einwilligung (Datum, IP-Adresse) als Nachweis erbringen können.


Inhaltlich top

Der E-Newsletter sollte inhaltlich relevant, informativ oder unterhaltend sein, sonst hagelt es Abmeldungen. Er muss der Leserschaft einen klaren Mehrwert bieten, sei es ein Exklusivangebot, nützliche Tipps, Branchennews oder einen allgemeinen Informationsmehrwert. Mein Tipp an dieser Stelle: Ein professionell getexteter Newsletter mit guter Betreffzeile und einem ansprechenden Design erhöhen die Öffnungsrate.


Gestalterisch einwandfrei

Zwar sind die Zeiten von unformatierten E-Mails schon lange passé. Trotzdem verschicken immer noch viele Unternehmen einfache E-Mails als Sammelversand. Ein moderner E-Newsletter nutzt responsives Design, das für Smartphones und Tablets optimiert ist. Dazu gehören eine klare Struktur, kurze Ladezeiten und ansprechende Bilder. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, ein professionellen E-Mail-Marketingtool wie Mailchimp, CleverReach, Brevo (ehemals Sendinblue) zu verwenden.


Gezielt konzipiert und umgesetzt

Ein seriöser E-Newsletter folgt einem gut dosierten Versandrhythmus ( z. B. monatlich oder quartalsweise) und wird sowohl thematisch als auch terminlich auf der Basis eines professionellen Redaktionsplans erstellt. Zur Konzeption eines E-Newsletters gehören eine gepflegte Empfängerliste (Segmentierung nach Interessen, Region usw.) sowie eine hohe Datenqualität (keine Karteileichen).


Also

Brauchen wir einen Newsletter? Meine Empfehlung: Beantworten Sie sich diese Frage selbst. Wägen Sie dazu die Vor- und Nachteile umsichtig ab und beurteilen Sie Ihren Bedarf sowie Ihr Setup ehrlich. Viele Schweizer Unternehmen bestätigen das interessante Potenzial von E-Newslettern. Gleichzeitig spricht in manchen Unternehmen einiges dagegen, etwa ein schlechtes Aufwand-Nutzen-Verhältnis, fehlende Ressourcen oder die Unfähigkeit, relevante Inhalte so zu vertexten, dass sie dem Format des E-Newsletters gerecht und von den Zielgruppen zielführend weiterverwertet werden. Hier gilt: Menschlich intelligente Profis bringen unter dem Strich mehr ein, als sie mit einem KI-Tool einzusparen.




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